Fortbildung Technische Hilfe Elektroautos
Am Samstag den 08.11. und am Sonntag den 09.11. haben wir an einer Fortbildung für Führungskräfte und Angriffstrupps von TH Wehren bezüglich des Umgangs mit Unfällen an denen Elektroautos beteiligt sind teilgenommen. Der Anteil an reinen batteriebetriebenen Fahrzeugen (BEV) steigt stetig weiter an und lag Mitte Juli bei ca. 1,4 Mio. Fahrzeugen. Dazu kommen noch die Plug-In-Hybride, die auch zusätzlich einen Verbrennungsmotor haben mit ca. 3 Mio. PKW. Auch der Anteil der batteriebetriebenen Nutzfahrzeuge sowie Busse im öffentlichen Nahverkehr steigen stetig weiter an. Das Ziel der Politik bis zum Jahr 2030 15 Mio. vollelektrische Fahrzeuge zu haben erscheint heute noch unrealistisch, zeigt aber die klare Tendenz. Und wir Feuerwehren müssen uns für unsere Einsätze auf die möglichen Szenarien gut vorbereiten. In der Schulung lag der Schwerpunkt darauf die Fahrzeugtypen zu erkennen, die dazugehörigen Rettungskarten zu finden und zu lesen um die Gefahren- und Trennstellen für das Hochvoltsystem zu identifizieren. Ein weiterer Schwerpunk lag auf der für uns kritischen Systemkomponente, dem Lithium-Ionen-Akkumulator (Batterie). Unsere Handlungen sind maßgeblich vom Zustand und Verhalten der Batterie abhängig. Durch ihren technischen Aufbau ist sie im Falle einer Beschädigung in der Lage in kürzester Zeit thermisch zu reagieren. In diesem Zustand ist ein löschen physikalisch nicht mehr möglich, sie muss ausbrennen. Nicht nur die Fahrzeuge wurden in der Schulung betrachtet, auch die Ladeinfrastruktur und deren Besonderheiten wurde thematisiert. Durchgeführt wurde die spannende und lehrreiche Schulung von der Firma ASM-Schulungen. Der theoretischen Teil sowie auch der praktische Teil mit Anschauungsobjekten, Fahrzeugen und einem Elektrobus der DB-Autokraft war sehr informativ. Unser Take-Away: „Das war eine gute Grundlagenvermittlung und ein Startschuss sich intensiver mit den Besonderheiten von Elektrofahrzeuge in dem Ausbildungsdienst der Wehren zu beschäftigen“
